Rund ums Tier
Gesunde Igel im Freien lassen
Beispielfoto - Dieses Tier ist nicht im Tierheim
Zurzeit sind aufgrund der lang andauernden ungewöhnlich warmen Witterung zahlreiche Igel unterwegs. Bringen die Tiere ein Gewicht von mehr als 600 Gramm auf die Waage, kann man sie mit ruhigem Gewissen der Natur überlassen. Nimmt man sie zuhause auf, stört man aufgrund der Wärme in den menschlichen Wohnungen ihren natürlichen Rhythmus. Sie verbrauchen mehr Energie und können krank werden. Gut gemeinte Tierliebe kann bei gesunden Igeln den umgekehrten Effekt haben. Igel mit mehr als 600 Gramm sind so stark, dass sie auch längere Kaltfronten überleben können. Selbst wenn die Igel mitten im Winter erwachen, haben sie einen Unterschlupf eingerichtet und kehren dorthin im Allgemeinen nach einem Spaziergang zurück. Igel, die leichter sind als 600 Gramm, können auch weiterhin im Freien bleiben. Sie sollten aber zugefüttert werden, auch kann man ihnen einen Unterschlupf anbieten. Zum Beispiel kann man einen Maurerkübel umdrehen, ein Türchen hineinschneiden und mit Laub füllen. Wenn der Igel den Unterschlupf annimmt, baut er sich sein Nest selber. Dann sollte regelmäßig zugefüttert werden. Sollte der Verdacht bestehen, dass der Igel krank oder verletzt ist, sollte er zum Tierarzt gebracht werden. Dieser gibt dann den Rat, ob das Tier weiter zuhause aufgepäppelt werden sollte. Igel mögen gerne Hunde- oder Katzenfutter, im Zoofachhandel gibt es auch spezielles Igelfutter. Sie brauchen einen kühlen, aber nicht kalten Raum. Am besten geeignet ist ein Gäste-WC oder ein Kellerraum, der mit Zeitungspapier oder trockenem Laub ausgelegt werden kann.
Keine Vermittlung vor Feiertagen
Liebe Tierfreunde, bitte haben Sie Verständnis, dass wir vor Feiertagen (Weihnachten und Ostern) keine Tiere zur Vermittlung anbieten. Jedes Jahr werden trotz der Warnungen der Tierschutzvereine immer wieder Hunde und Katzen unter den Weihnachtsbaum gelegt oder zu Ostern verschenkt. Schon nach einigen Wochen landen diese sicherlich gut gemeinten Gaben im Tierheim, weil die neuen Besitzer mit der Verantwortung, den Verpflichtungen oder auch mit dem Charakter der neuen Hausgenossen nicht zurecht kommen. Andere Hunde und Katzen werden verstoßen, weil sich nicht mehr niedlich sind, sobald sie erwachsen werden. Wieder andere Besitzer, vor allem Kinder, verlieren sehr schnell die Lust an ihren vermeintlich guten Freunden, sobald der Reiz des Neuen weg ist. Bitte überlegen Sie sich die Anschaffung von Hund, Katze, Vogel, Fisch, Reptilie und anderen Haustieren sehr gut. Die Tierschutzvereine und Tierärzte beraten gerne.
Daher: Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum oder ins Osternest !!!
Tierschutzgesetze
Auf diesem Link finden Sie die aktuellsten Tierschutzgesetze vom Bundesministerium der Justiz.
- Tierschutzgesetze als Internetlink
Sie können Sie auch eine PDF Datei mit den Tierschutzgesetzten auf Ihrem Computer downloaden.
(Mit freundlicher Unterstützung von www.juris.de)
- Tierschutzgesetze als PDF Datei downloaden [69 KB]
TIERE IM TV
Hier sehen Sie eine Auswahl von Interessanten Internetseiten über Tiere / Tierserien im Fernsehen
- HUNDKATZEMAUS
Eine Produktion vom TV-Sender VOX über Tiere.
Tierfriedhof in Südbrookmerland, Victorbur
Sie erreichen uns 24 Std. und 365 Tage im Jahr über folgende Adresse:
Kleintierfriedhof Südbrookmerland
Inhaberin: Andrea Rump
Westvictorburerstr.65a
26624 Südbrookmerland
Telefon: 04942/ 912526
Fax: 04942/ 912430
Email : kleintierfriedhof-sbl@t-online.de
Homepage : www.kleintierfriedhof.de
Zeitungsartikel über den Tierfriedhof
Ostfriesische Nachrichten
Online-Ausgabe vom 03.07.2002; 21:00:00 Uhr
Wo "Bello" seine letzte Ruhe findet
Schon 150 Gräber auf Tierfriedhof von Klaas Fisser in Victorbur / Särge und Grabsteine gibt es vor Ort pop Victorbur. Ein Tier ist manchmal der beste Freund des Menschen. „Heutzutage gehören Tiere zur Familie dazu“, sagt Klaas Fisser.
Irgendwann sterben diese Tiere aber. Viele Menschen haben dann den Wunsch, sich angemessen von dem treuen Hund, der süßen Katze oder dem niedlichen Meerschwein zu verabschieden. Diesen Wunsch erfüllt Fisser. Er ist der Inhaber des Kleintierfriedhofs Südbrookmerland an der Westvictorburer Straße. Seit knapp drei Jahren bietet er den Lieblingen der Menschen eine letzte Ruhestätte. „Die Idee hatte ich schon viel länger“, erzählt Fisser. Es sei ihm stets befremdlich gewesen, wenn Tiere „wie Abfall entsorgt“ werden.
Der Tierfriedhof ist in dieser Region ein einmaliges Angebot. Erst in Bremen und Norderstedt gibt es vergleichbare Einrichtungen. Und so kommt es, dass sogar Lohner, Oldenburger und Cloppenburger nach West-Victorbur fahren, um dort ihr Tier zur letzten Ruhestätte zu bringen. „In ganz Deutschland gibt es nur sechzig Tierfriedhöfe“, nennt Fisser aktuelle Zahlen. Geld verdienen möchte er mit diesem Projekt nicht. Kleine Tiere wie Hamster, Schildkröten und Goldfische finden in West-Victorbur sogar kostenlos eine letzte Ruhestätte. So möchte Fisser besonders Kindern den Abschied etwas leichter machen.
Andere Grabstätten verteilt Fisser gegen einen geringen Beitrag: „Ich will nur meine Unkosten decken.“ Er freut sich, wenn er die liebevoll geschmückten Grabstätten betrachtet. Regelmäßiges Säubern und Gießen oder das Reinigen der Grabsteine übernimmt er überdies selbst. 150 solcher Gräber gibt es mittlerweile auf diesem Friedhof. Tendenz steigend: „Es liegen schon über 400 Anfragen vor“, berichtet Fisser. Das ist aber kein Problem: „Dieses Grundstück bietet noch ausreichend Platz.“ Sechs Tiere kommen monatlich etwa dazu. Die Pachtmindestdauer für eine Grabstelle beträgt drei Jahre. „Auf Wunsch verlängere ich gerne“, sagt Fisser.
Auch anonyme Reihengräber bietet Fisser an: „Wenn jemand nicht in der Lage ist, sich um das Grab zu kümmern.“ Tiersärge, Grabsteine und Umrandungen hat Fisser direkt vor Ort vorrätig.
Wenn es erwünscht ist, holt Fisser das tote Tier auch vom Tierarzt ab: „Der Fahrdienst gehört zum Service dazu“, so Fisser. Eines bietet er aber nicht: Wenn Lulu, Bärli, Mücke, Lümmel oder Bautzi in Victorbur eine letzte Ruhestätte finden, gibt es kein Beerdigungsritual. „Ich hebe die Grabstätte aus und lasse die Menschen dann allein“, sagt Fisser.
Bei gutem Wetter halten sich sonntags bis zu hundert Besucher auf dem Friedhof auf. So gehen Claus Artmann und seine Mutter Ursula Artmann aus Emden hier regelmäßig zu „Moritz“, ihrem Mischlingshund, der vor zwei Jahren gestorben ist. „Es bedeutet uns etwas, hierher immer wieder zurückkehren zu können“, sagt Ursula Artmann. Wenn ihr Kater irgendwann stirbt, soll auch er seinen Platz bekommen, hier auf dem Tierfriedhof in Victorbur.
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